München. Eine Neugestaltung der Händlerverträge beschäftigt zurzeit die Vertriebsabteilungen und Händlerverbände zahlreicher Marken. Viele Händler hatten die Befürchtung, die Hersteller könnten die Neuregelung der GVO nutzen, um ab 2013 den Mehrmarkenvertrieb einzuschränken – eine Sorge, die die Peugeot-Partner wohl nicht mehr haben, so Händlersprecher Gerhard Stach. Peugeot Deutschland (PDG) habe hier eine "relativ großzügige Regelung“ gefunden. Demnach verlangt der Importeur lediglich eine fahrbare gläserne Trennwand zur Markenseparierung im Showroom. Bei den Kündigungsmodalitäten konnten sich die Verhandlungspartner auf eine Zweijahresfrist verständigen. PDG habe den von Paris gewährten Spielraum "bestmöglich ausgenutzt“, so Stach.
Der Verband hatte daher die Unterzeichnung des Vertrags befürwortet – eine Empfehlung, der nach Angaben des Importeurs bis auf zwei alle Peugeot-Händler gefolgt sind. Allerdings mussten sich die Partner verpflichten, die neue Corporate Identity (CI) der Zentrale umzusetzen, nach Peugeot-Angaben eine Investition zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Auch eine Direktannahme gehört nun zu den Standards, die noch nicht alle Vertragspartner umgesetzt haben. Wie tief sie dafür in die Tasche greifen müssen, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab.