Auch der japanische Autobauer Nissan will die Fertigung in allen heimischen Werken wieder aufnehmen. Zwischen dem 11. und 18. April werde die Produktion an den japanischen Standorten wieder anlaufen, teilte Nissan am Freitag mit. Wegen der weiterhin schleppenden Versorgung mit Zulieferteilen werde das Produktionsvolumen voraussichtlich rund 50 Prozent unter den ursprünglich geplanten Stückzahlen bleiben. Nissan unterstütze seine Zulieferer weiter, damit sie möglichst schnell auf ihr früheres Fertigungsvolumen kommen.
Wegen Lücken in der Lieferkette setzt das britische Nissan-Werk in Sunderland seine Produktion an drei Tagen vom 26. bis 28. April aus. Angesichts flexibler Arbeitsverträge gebe es nur geringe Auswirkungen auf die Arbeitnehmer. Nissan zeigte sich überzeugt, dass die Produktionsausfälle wieder aufgeholt werden können, sobald sich die Belieferung wieder normalisiert. In Sunderland stellt Nissan unter anderem die Modelle Micra, Qashqai und Note her.
Die Erdbeben- und Atomkatastrophe hatte den Absatz der japanischen Autobauer im März massiv einbrechen lassen. Die Verkäufe stürzten auf dem Heimatmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf rund 280.000 Fahrzeuge ab. Dies war der größte jemals in Japan festgestellte Einbruch bei Autoverkäufen. Am härtesten traf es Toyota und Mitsubishi: Der Absatz des Marktführers sank um rund 46 Prozent auf 111.000 Fahrzeuge, Mitsubishi büßte 48 Prozent ein. (dpa/swi)