Düsseldorf. Toyota will in Deutschland in diesem Jahr etwa zehn Prozent mehr Autos verkaufen. Der japanische Autobauer peilt 2012 den Absatz von 90.000 Fahrzeugen der Marke Toyota an, nach rund 80.000 im vergangenen Jahr. «Deutschland zeigt sich in diesen für Europa wirtschaftlich turbulenten Zeiten glücklicherweise ziemlich stabil, so dass wir bei Toyota auch für 2012 zuversichtlich sind», sagte der Präsident von Toyota Deutschland, Toshiaki Yasuda, am Donnerstag in Düsseldorf. 2013 soll die Verkaufszahl dann auf 100.000 steigen.
Nach einem Verlust von 14,2 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr 2010/2011 (31. März) werde Toyota dieses Mal keine roten Zahlen in Deutschland schreiben. «Wir werden profitabel sein», sagte Geschäftsführer Ulrich Selzer, ohne Zahlen zu nennen.
Für den gesamten Konzern hatte Toyota kürzlich seine Gewinnprognose angehoben. Der japanische Autoriese hatte im vergangenen Jahr Produktionsausfälle durch das Erdbeben in Japan und die Flutkatastrophe in Thailand zu verkraften, außerdem kletterte der Yen auf ein Rekordhoch. Dennoch ging es im dritten Geschäftsquartal wieder aufwärts. «Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich Ihnen sage, dass wir die neuen Ziele eines Umsatzes von 169,4 Milliarden Euro und eines Betriebsergebnisses von 2,5 Milliarden Euro vermutlich bereits erreicht haben», sagte Yasuda.
Da Toyota weit über die Hälfte seiner Autos nicht in Japan herstelle, sei das Unternehmen nicht so abhängig von Wechselkursschwankungen. «Ein starker Yen ist für uns immer noch unvorteilhaft, bedeutet aber längst keine extreme Gefahr mehr für Toyota», erklärte Yasuda.