Stuttgart. Im vergangenen Jahr hat Bosch wie erwartet erstmals mehr als 50 Milliarden Euro eingenommen: Der Umsatz stieg um 8,8 Prozent auf 51,4 Milliarden Euro. In Europa wurde „wegen der sehr guten Entwicklung in Deutschland“ das Vorkrisenniveau von 2007 erreicht, sagt Bosch-Chef Franz Fehrenbach. Die Kraftfahrzeugsparte ist 2011 um 8,1 Prozent gewachsen und hat erstmals die Schwelle von 30 Milliarden Euro übertroffen. Wachstumstreiber waren hier die Einspritzsysteme: Da nunmehr fast alle Autohersteller auf Benzin- Direkteinspritzer mit Aufladung umstellen, wächst dieser Geschäftsbereich rasant. „Zwischen 2000 und 2013 wird sich der Absatz von Benzin-Direkteinspritzungen versiebenfachen“, sagt der Chef der Kfz-Sparte, Bernd Bohr.
Auch der Absatz von ABS und ESP wächst weltweit. Bohr: „Bis 2015 werden 60 Prozent aller neu gefertigten Autos mit ESP ausgestattet sein – im vergangenen Jahr waren es erst 44 Prozent.“ Trotz solcher Erfolge hat Bosch die selbst gesteckte Zielrendite des Konzerns – sieben bis acht Prozent – 2011 nicht erreicht. „Aufgrund erheblicher Sonderbelastungen“, so Fehrenbach, sei das Ziel verfehlt worden. Dazu zählt der Bosch-Chef „hohe Vorleistungen für Zukunftsfelder wie die Elektromobilität oder erneuerbare Energien“. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 400 Millionen Euro in die Elektrifizierung des Antriebsstrangs investiert, aber nur rund 100 Millionen Euro an Umsatz in diesem Bereich erlöst. „Wir werden hier Mitte des Jahrzehnts den Breakeven erreichen“, sagt Bohr. Erst danach verdient Bosch mit Elektroantrieben auch Geld. Einen Durchbruch für die Elektrifizierung des Antriebs erwartet Bohr aber erst nach 2020: „Dann geht das Rennen erst richtig los.“Bis 2020 werde die weltweite Produktion von reinen Elektroautos auf drei Millionen, von Plug-in-Hybriden auf drei Millionen und von Hybridautos auf sechs Millionen jährlich steigen – bei einer Gesamtproduktion von voraussichtlich 110 Millionen Autos weltweit. Bei Bosch hofft man, 2012 die Zielrendite wieder erreichen zu können und den Umsatz, „wenn es gut läuft“ (Fehrenbach), auf 55 Milliarden Euro zu steigern. Auch bei den Arbeitsplätzen bleibt das Unternehmen auf Wachstumskurs: 2011 wurden 19.700 neue Stellen geschaffen, davon 5200 in Deutschland. Eine Entwicklung, die auch 2012 anhalten soll: „Wir werden in Deutschland wie schon 2011 wieder 3000 Hochschulabsolventen einstellen“, sagt Christoph Kübel, Personalchef der Gruppe.Bosch setzt 2012 auf Wachstum
Im vergangenen Jahr hat Bosch wie erwartet erstmals mehr als 50 Milliarden Euro eingenommen: Der Umsatz stieg um 8,8 Prozent auf 51,4 Milliarden Euro. In Europa wurde "wegen der sehr guten Entwicklung in Deutschland“ das Vorkrisenniveau von 2007 erreicht, sagt Bosch-Chef Franz Fehrenbach.