Santa Clara. Nvidia hat sich als Grafikprozessor-Hersteller in der Computerbranche einen Namen gemacht. Mit einem modularen Konzept zur Steigerung der Innovationsgeschwindigkeit gewinnt das US-Unternehmen aber auch zunehmend Kunden aus der Autobranche. Der Konzern profitiert dabei von der Erfahrung mit schnelllebigen Produkten wie Smartphones, deren Chips er für die Autoindustrie anpasst. „Dadurch ermöglichen wir eine jährliche Aktualisierung der im Auto verbauten Technologie, die Hand in Hand mit den Neuvorstellungen in der Unterhaltungselektronik geht“, so Danny Shapiro, Nvidias Leiter Automotive Marketing, im Gespräch mit der Automobilwoche. Der Halbleiterhersteller ist unter anderem strategischer Lieferant für den Modularen Infotainmentbaukasten (MIB) des Volkswagen-Konzerns. „Wir arbeiten mit jedem großen Automobilhersteller zusammen“, so der Manager.
Nvidia will Innovationen im Fahrzeug beschleunigen
Nvidia hat sich als Grafikprozessor-Hersteller in der Computerbranche einen Namen gemacht. Mit einem modularen Konzept zur Steigerung der Innovationsgeschwindigkeit gewinnt das US-Unternehmen aber auch zunehmend Kunden aus der Autobranche. Der Konzern profitiert dabei von der Erfahrung mit schnelllebigen Produkten wie Smartphones, deren Chips er für die Autoindustrie anpasst. „Dadurch ermöglichen wir eine jährliche Aktualisierung der im Auto verbauten Technologie, die Hand in Hand mit den Neuvorstellungen in der Unterhaltungselektronik geht“, so Danny Shapiro, Nvidias Leiter Automotive Marketing, im Gespräch mit der Automobilwoche.
Modulare Plattform
Nvidia liefert den Prozessor in Form einer modularen Plattform, genannt „Visual Computing Module“ (VCM), die verschiedene Betriebssysteme wie Microsoft Windows, Android, Linux, Genivi oder QNX unterstützt. „Automobilhersteller können so Infotainmentsysteme für das VCM und den Prozessor entwickeln, die am Beginn eines Design-Zyklus erhältlich sind, und sie später mit dem neuesten Prozessor während der Entwicklung aufrüsten, ohne das gesamte System von Grund auf anzupassen“, so Shapiro. Tesla Motors habe dies im Model S Sedan praktiziert und verbaue sowohl einen Tegra-2- als auch einen Tegra-3-Prozessor für die digitalen Instrumente beziehungsweise das Touchscreen-Display.
Darüber hinaus kann die VCM-Plattform für eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionen genutzt werden: Entertainmentsysteme für die hinteren Sitze, Infotainmentsysteme, digitale Instrumenten-Cluster und fortgeschrittene Fahrassistenzsysteme. Außerdem bieten die Kalifornier moderne Design- und Simulationstools zur Vereinfachung und Beschleunigung der Entwicklung an, allen voran die Lösung „Maximus“. „Die Maximus-Technologie beschleunigt den Marktreifeprozess eines Autos dramatisch. Dies betrifft das konzeptionelle Design und Styling, die physische Konstruktion und Fertigung sowie die Strukturanalyse und die Aerodynamik“, so Shapiro. Ingenieure könnten so Designveränderungen sehr schnell umsetzen, ohne tagelang auf die Ergebnisse ihrer Simulationen zu warten. Auf der anderen Seite soll die Tegra-Plattform eine schnellere Entwicklung des Fahrzeuginterieurs ermöglichen. Shapiro: „Nvidia veröffentlicht eine Entwicklungsumgebung, die mobile Prozessoren mit diskreten Grafikprozessoren vereint, um die Leistungsfähigkeit zu simulieren, die in wenigen Jahren verfügbar sein wird.“