Abu Dhabi. 3000 Gäste kamen in Abu Dhabi zum glanzvollen Opening des weltweit größten BMW-Handelsbetriebs. Eröffnet wurde der Megastore von BMW-Vertriebschef Ian Robertson und Scheich Hazza bin Zayed Al Nahyan, nationaler Sicherheitsberater und stellvertretender Vorsitzender des Regierungsrats der Arabischen Emirate. Kein Wunder, dass sich hochrangige Regierungsmitglieder und lokale Prominenz ein Stelldichein im 62 Millionen Euro teuren Showroom gaben. Selbst für Scheichs ist diese Summe, die der Importeur Abu Dhabi Motors für das neue Auto- Dorado investierte, kein Pappenstiel. Hinter dem Projekt stehen die Finanzinvestoren Mohammed Bin Butti Al Hamid und Scheich Saif Bin Mohammed Bin Butti Al Hamid.
Auf 35.000 Quadratmetern finden 70 Fahrzeuge Platz. Neben BMW und Mini werden auch Rolls-Royce-Modelle präsentiert. "Das ist ungewöhnlich, da die englische Traditionsmarke normalerweise nicht in BMW-Showrooms verkauft wird“, sagt Robertson, einst selbst Chef der britischen Marke. Mit Blick auf die finanziell potente Kundschaft stellt der Importeur auch Modelle von BMW-Veredler AC Schnitzer und Autobauer Alpina in den Showroom. Kino, Café und Boutique runden die BMW-Einkaufswelt ab. Abu Dhabi Motors ist absatzmäßig die Nummer eins unter den BMW-Importeuren im Mittleren Osten. Die Region ist in der Summe zwar ein kleines Absatzgebiet für die Bayern.Der Verkauf von 18.657 Einheiten im Jahr 2011 (plus neun Prozent) in 14 Märkten entsprach einem Absatzanteil von rund einem Prozent. Doch die Margen sind äußerst lukrativ: Experten glauben, dass die Renditen hier doppelt so hoch sind, da die "Locals“ im für sie steuerfreien Staat die Autos vom Feinsten ausstatten. Weltweit ist die Region drittgrößter Markt für den Siebener (hinter China und den USA). In der Hitliste folgen der Fünfer sowie die SUVs X5 und X6 – also die Modelle mit Spitzenrenditen.Der BMW-Stützpunkt deckt den größten Einzelmarkt im Mittleren Osten ab und glänzt nicht nur mit dem Superlativ größter Showroom, sondern auch damit, dass der Importeur bei der Luxusmarke Rolls-Royce den höchsten Anteil an „Bespoke“-Fahrzeugen (individualisierte Autos) weltweit vorweist und zu den Top-Ten- Verkäufern zählt. „Hier geht nichts von der Stange“, sagt Arno Husselmann, General Manager von Abu Dhabi Motors. „Das Auto ist Ausdruck der Selbstdarstellung. Darum ist die maßgeschneiderte Ausstattung der USP.“ So war der teuerste Rolls-Royce seinem Besitzer 4,5 Millionen Euro wert: „Unter anderem ließ der Käufer den Namen seiner Frau in Diamanten einlegen.“ Husselmann, der schon für Mercedes-Benz und Lexus arbeitete, berichtet auch vom jüngsten Kunden: Der war gerade mal drei Monate alt, als ihm seine Eltern den ersten Rolls vor die Tür stellten. Doch nicht nur im Wunsch, in allem die Benchmark zu halten, unterscheidet sich die arabische Klientel von der europäischen: „Für die Käufer ist es extrem wichtig, ein Auto mit hohem Sicherheitsstandard zu lenken. Denn hier wird sehr schnell gefahren.“ Vor zwölf Jahren setzte Abu Dhabi Motors 317 Autos ab, 2011 waren es rund 4200. Damit verdrängte BMW die Marke Mercedes, die derzeit nach Schätzungen nur noch die Hälfte des BMW-Absatzes verkauft – und sogar hinter Audi rangiert. Der Erfolg, glaubt man bei BMW, wird sich mit den neuen Modellen fortsetzen. 2015 sei die Investition von 62 Millionen Euro verdient, sagt Husselmann.Showroom der Superlative
3000 Gäste kamen in Abu Dhabi zum glanzvollen Opening des weltweit größten BMW-Handelsbetriebs. Eröffnet wurde der Megastore von BMW-Vertriebschef Ian Robertson und Scheich Hazza bin Zayed Al Nahyan, nationaler Sicherheitsberater und stellvertretender Vorsitzender des Regierungsrats der Arabischen Emirate. Kein Wunder, dass sich hochrangige Regierungsmitglieder und lokale Prominenz ein Stelldichein im 62 Millionen Euro teuren Showroom gaben.