München. Auch im Werkstattgeschäft bemühen sich viele Automobilhersteller um Einheitlichkeit – zumindest bei der technischen Ausrüstung. Die meisten der von Automobilwoche befragten Hersteller geben den Werkstätten ihrer Vertragshändler daher zumindest in einzelnen Bereichen der Werkstattausrüstung Empfehlungen, welche Geräte sie einsetzen oder zumindest von welchem Hersteller die Geräte stammen sollten. Einzig Audi antwortete, die Werkstätten seien frei in der Auswahl ihrer Lieferanten, und Toyota beschränkt sich mit seinen Empfehlungen auf den Bereich Diagnose. Eine bessere Marge können sich die Vertragshändler aber meist nicht damit erkaufen, die Empfehlungen der Hersteller einzuhalten. Lediglich Seat erklärte, dass die Marge auch vom in der Werkstatt eingesetzten technischen Gerät abhänge.
Für die Werkstattausrüster sind die Empfehlungen der Automobilhersteller vor allem als Marketinginstrument wertvoll, wie ASA-Präsident Klaus Burger sagt. Auch die technische Zusammenarbeit sei wichtig, betont er. Doch dass in einem Bereich nur ein einzelner Ausrüstungshersteller empfohlen wird, ist eher selten. Entsprechend kommt es auch nicht allzu häufig vor, dass die empfohlenen Ausrüstungshersteller den Autohäusern einer Marke Rabatte geben. Nur wenige der befragten Hersteller berichteten von entsprechenden Vereinbarungen. Auch bei den Kunden dominiert nicht automatisch ein Anbieter, wie der Blick in die Tabelle der von großen Handelsgruppen eingesetzten Fabrikate zeigt.Bis zu acht verschiedene Marken finden sich hier in einem Segment. „Es gibt Bereiche wie die Montiermaschinen, in dem vielleicht drei, vier große Hersteller den Markt beherrschen. In anderen Bereichen, etwa bei den Hebebühnen, sind es eher zehn“, sagt auch Burger. Insgesamt buhlen – Importeure mitgezählt – rund 120 Akteure um die deutschen Kunden und einen Markt mit einem Volumen von rund 800 Millionen Euro. 97 der Unternehmen sind im ASA organisiert. Konkurrenz und neue Akteure kamen in den vergangenen Jahren vermehrt aus Asien. Vor allem die chinesischen Unternehmen würden immer besser, was Professionalität, Auftritt und Produktprogramm angehe, heißt es.Große Auswahl bei Hebebühnen & Co.
Auch im Werkstattgeschäft bemühen sich viele Automobilhersteller um Einheitlichkeit – zumindest bei der technischen Ausrüstung. Die meisten der von Automobilwoche befragten Hersteller geben den Werkstätten ihrer Vertragshändler daher zumindest in einzelnen Bereichen der Werkstattausrüstung Empfehlungen, welche Geräte sie einsetzen oder zumindest von welchem Hersteller die Geräte stammen sollten. Einzig Audi antwortete, die Werkstätten seien frei in der Auswahl ihrer Lieferanten, und Toyota beschränkt sich mit seinen Empfehlungen auf den Bereich Diagnose.