Dearborn. Eigentlich ist Mark Fields schon seit 2005 so etwas wie der kleine Chef von Ford. Seitdem führt der heute 51-Jährige die Geschäfte von Nord- bis Südamerika, dem mit Abstand wichtigsten Markt für den US-Autobauer. Er sorgte mit dafür, dass der verlustreiche Konzern heute wieder Milliardengewinne schreibt. «Wir wollen den amerikanischen Markt zurückerobern», hatte Fields nach seinem Amtsantritt gesagt. Es ist geglückt.
Der jugendlich wirkende Manager arbeitete Hand in Hand mit dem ein Jahr später hinzugestoßenen Konzernchef Alan Mulally. Mulally betonte am Donnerstag die «enge Zusammenarbeit mit Mark». Die beiden schlossen unrentable Werke, bauten Zehntausende Jobs ab und brachten neue Modelle auf die Straße. Wie erfolgreich diese Rosskur war, zeigte sich in der Wirtschaftskrise 2009, als Ford als einziger der drei großen US-Autohersteller aus eigener Kraft überlebte. General Motors und Chrysler brauchten Staatshilfe.Fields ist ein Eigengewächs von Ford. Mit Anfang 20 stieg er bei dem Unternehmen ein, das war im Jahr 1989. Er kletterte rasch die Karriereleiter hinauf. Unter anderem führte er die Landesgesellschaft in Argentinien. Mit Ende 30 war er schon Chef der japanischen Tochter Mazda. Später war Fields für Europa samt der inzwischen verkauften Premiummarken Volvo, Jaguar, Aston Martin und Land Rover zuständig.Als Chief Operating Officer mit der Verantwortung fürs Tagesgeschäft gilt Fields nun endgültig als Kronprinz und Anwärter auf den Chefposten. Dass er es einmal bis ganz nach oben bringen würde, hatten manche schon früh erkannt: Fields wurde im Jahr 2000 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem «Global Leader of Tomorrow» gekürt, zur «Führungspersönlichkeit von Morgen». (dpa/gem)Mark Fields: Der Senkrechtstarter von Ford
Mark Fields gilt momentan als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des aktuellen Ford-Chefs Alan Mulally. Der 51-Jährige ist ein Ford-Eigengewächs. Aktuell führt er die Geschäfte von Nord- bis Südamerika, dem mit Abstand wichtigsten Markt für den US-Autobauer.