Für Handels- Servicebetriebe ist es schwierig geworden, passende Auszubildende zu finden. "Das ist ein ganz extremes Problem“, sagt Frank Hoppe. Der Chef eines Autohauses in Eggesin ist auch Sprecher des Arbeitskreises Kundendienst im Seat- Händlerbeirat. Gerade bei den Mechatronikern seien die Anforderungen hoch, sagt er. Und die, "die es auf dem Kasten haben“, seien schwierig zu bekommen. Auch beim ZDK ist man sich der Problematik bewusst. Zwar habe man im vergangenen Jahr einen Anstieg der Ausbildungszahlen verzeichnen können, heißt es dort. Doch man sieht erste Folgen des demografischen Wandel bereits auf sich zukommen.
In einigen Regionen, speziell in Ostdeutschland, seien Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben. Dabei sei die Nachwuchssuche für die Werkstatt tendenziell schwieriger als für den kaufmännischen Bereich, heißt es beim Verband. Abhilfe will der ZDK nun unter anderem mit einer Ausbildungsplatzbörse schaffen, die am 10. September auf der Seite Autoberufe. de online gehen soll. "Knackig“ und zielgruppengerecht, mit direktem Ansprechpartner sollen die Betriebe dort ihre Lehrstellenangebote und sich selbst darstellen können, sagt Birgit Behrens, Geschäftsführerin Berufsbildung beim ZDK. Für die Betriebe soll es dort auch ein Bewerbermanagementsystem und eine Anleitung zum schnellen Erstellen von Angeboten geben.Den interessierten Jugendlichen sollen Musterlebensläufe zur Verfügung gestellt werden, die Möglichkeit, ihre Unterlagen online in einem Profil zu speichern und ihre Bewerbungen zu verwalten. Weitere geplante Features sind eine Facebook-App zur Darstellung aktueller Ausbildungsplätze und Tweets mit neuen Angeboten. Aber auch offline will man gegensteuern. "Wir werden nicht mehr nur die Guten bekommen“, erwartet man beim ZDK. Da müsse man auch mit Schwächeren arbeiten. Dazu sollen Förderprogramme ausgebaut werden. Viele Betriebe seien hier schon aktiv.Problem QualitätProbleme mit der Quantität der Bewerber hat Petra Pientka, die die Gebrüder-Nolte-Gruppe in Iserlohn leitet, nicht. „Die Stellen zu besetzen, wäre kein Problem. Aber sie gut zu besetzen – da liegt der Hase im Pfeffer.“ Entsprechend engagiert ist sie auf der Suche nach fähigen Bewerbern. Von Partnerschaften mit neun Schulen über Bewerbervormittage mit garantiertem Vorstellungsgespräch „auch ohne Mappen“ bis hin zum Mitorganisieren von Bewerberbörsen reichen ihre Aktivitäten. Viele Firmen jammerten nur, machten aber nichts, sagt sie. Rund 500 Bewerbungen bekommt Pientka so pro Jahr, doch viele seien nicht zu gebrauchen. Insgesamt gehe die Schere immer weiter auseinander, und während der eine vielleicht 80 Absagen einfahre, bekomme ein guter Bewerber acht verschiedene Zusagen. Immer wieder passiere es dann, dass ein Auszubildender, mit dem man bereits einen Vertrag geschlossen habe, doch noch absage. Sicherheitshalber nehme man deswegen lieber ein oder zwei Auszubildende mehr, sagt die Autohaus-Chefin. Die Online-Stellenbörse des ZDK hält Pientka für eine gute Idee und will auf jeden Fall mitmachen. Man habe sich schon gemeldet, sagt sie. „Man muss alles versuchen und unterschiedliche Wege gehen.“Azubis dringend gesucht
Für Handels- und Servicebetriebe ist es schwierig geworden, passende Auszubildende zu finden. "Das ist ein ganz extremes Problem“, sagt Frank Hoppe. Der Chef eines Autohauses in Eggesin ist auch Sprecher des Arbeitskreises Kundendienst im Seat- Händlerbeirat. Gerade bei den Mechatronikern seien die Anforderungen hoch, sagt er. Und die, "die es auf dem Kasten haben“, seien schwierig zu bekommen.