München. 209, 175, 310 – das sind die aktuellen Zahlen zur Elektromobilität in Deutschland. Es handelt sich um die Neuzulassungen von Elektroautos im Januar, Februar und März dieses Jahres. Insgesamt waren es im ersten Quartal 2012 also 694 E-Mobile, die hierzulande neu auf die Straßen kamen. Addiert zum Bestand von 4541 E-Autos zu Jahresbeginn macht das derzeit insgesamt rund 5200 Fahrzeuge in Deutschland, die rein elektrisch angetrieben werden. Legt man die üblichen quantitativen Maßstäbe der Branche zugrunde, wäre die Geschichte hier eigentlich schon wieder zu Ende. Das ist sie natürlich nicht. Denn praktisch alle Autohersteller halten den elektrischen Antrieb für die derzeit beste Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor. Und eine Alternative wird gebraucht – vor allem, um den CO2- Ausstoß durch den Pkw-Verkehr, wie vom Gesetzgeber gefordert, signifikant zu senken.
War das Thema E-Mobilität bislang vor allem ein Thema von Strategiereferaten oder Ankündigungen künftiger Aktivitäten, wird es nun allmählich konkret. In Deutschland sind E-Modelle großer Hersteller bereits erhältlich oder kurz vor dem Marktstart, denen Experten mehr als nur ein Nischendasein vorhersagen. Der Opel Ampera etwa könnte eine ähnliche Pionierrolle für das Elektroauto übernehmen, wie sie der Toyota Prius vor gut zehn Jahren für die Hybridfahrzeuge hatte. "Derzeit liegen uns europaweit rund 7000 Bestellungen für den Ampera vor“, sagt ein Opel-Sprecher. Insgesamt 10.000 Exemplare sollen in diesem Jahr verkauft werden, gut ein Viertel davon in Deutschland.