MÜNCHEN. Das Konzeptauto Microbus, das VW im Januar 2001 auf der Auto Show in Detroit präsentierte, erfüllte exemplarisch alle Anforderungen,die an Fahrzeuge dieser Art gestellt werden: Der Wagen sorgte für Aufmerksamkeit, löste ein phänomenales Presse- und Publikumsecho aus und ließ VW als zukunftsorientierte und trendsetzende Marke erscheinen. Zudem wurde die Markenidentität gestärkt,denn der Retro-Look der Studie erinnerte geschickt an den legendären Bulli,den VW T1. „Der Bulli kommt wieder!“, titelte sogleich „Auto-Bild“. Kam er aber nicht. Obwohl die Pläne für eine Serienfertigung schon weit gediehen waren, obwohl schon ein Preis kalkuliert war, gab VW im Jahr 2006 schließlich bekannt, dass das Projekt Microbus endgültig vom Tisch sei.
Im vergangenen Jahr zeigten die Niedersachsen auf dem Auto-Salon in Genf die Studie Bulli. Es war erneut ein Geplatzte Autoträume Bemerkenswerte Studien der letzten zehn Jahre, die nie umgesetzt wurden Retro-Van, nur diesmal zwei Nummern kleiner. Ob der nun kommt? Abwarten. „Baut den besseren Smart“, lautete damals der Entwicklungsauftrag an die Opel-Ingenieure, an dessen Ende die Studie Trixx stand. Der clever gemachte 3+1-Sitzer wäre vielleicht ein Erfolg geworden, doch wissen wird man das nie, denn das Auto kam nicht auf den Markt. Die Idee eines ultrakompakten Stadtmobils ist in Rüsselsheim jedoch nach wie vor im Gespräch. Dem Vernehmen nach befindet sich ein neues Kleinstwagenprojekt namens Opel Junior in der Endphase. Der Opel-Knirps soll noch 2012 vorgestellt werden. Ein Bestseller unter den Supersportwagen wäre zweifellos der Lamborghini Miura Concept geworden, doch das im Jahr 2006 in Detroit vorgestellte Auto war lediglich eine Hommage an den Original-Miura, der 40 Jahre zuvor für Furore gesorgt und der italienischen Marke erstmals ein Modell beschert hatte, das Gewinn abwarf.Unterm Strich wenig gewinnbringend waren die Design-Experimente, mit denen Renault im vergangenen Jahrzehnt immer wieder kurzzeitig und plakativ in Erscheinung trat. So auch mit dem Konzeptauto Nepta, einem offenen Luxuswagen mit exzentrisch konstruierten Flügeltüren. Mit dem Nepta sollte wieder einmal eine neue Formensprache der Marke vorgestellt werden. Es blieb aber beim Versuch. Drei Jahre später übernahm Laurens van den Acker den Posten des Designchefs von Renault-Urgestein Patrick Le Quément. Ebenfalls ein neues Design, das zugleich ein Rückgriff auf längst vergangene Musclecar-Herrlichkeit sein sollte, stellte Ford im Jahr 2007 mit dem Modell Interceptor Concept vor. Die bullige Limousine mit klassischem V8-Motor und einer Leistung von 400 PS – als Kraftstoff war Ethanol E85 vorgesehen – harrt allerdings bis heute einer Serienfertigung. Wie man jedoch hört, soll der Wagen mit der knallharten Ausstrahlung nun doch eine Karriere auf den Straßen von San Francisco und anderswo machen: nämlich als US-Polizeiauto und Nachfolger des legendären Crown Victoria.Geplatzte Autoträume
Das Konzeptauto Microbus, das VW im Januar 2001 auf der Auto Show in Detroit präsentierte, erfüllte exemplarisch alle Anforderungen,die an Fahrzeuge dieser Art gestellt werden: Der Wagen sorgte für Aufmerksamkeit, löste ein phänomenales Presse- und Publikumsecho aus und ließ VW als zukunftsorientierte und trendsetzende Marke erscheinen.