Herndon/Detroit. Deutsche Autos stehen bei den Amerikanern hoch im Kurs. Im Februar konnten die Hersteller durchgängig kräftige Verkaufszuwächse verbuchen. Besonders Europas Branchenprimus Volkswagen preschte in den USA weiter vor. Der Konzern setzte auf dem wichtigen Markt 43 Prozent mehr Autos seiner Stammmarke VW ab. Es sei der beste Februar seit 1973 gewesen, erklärte VW am Donnerstag (1. März).
Mercedes-Benz vermeldete sogar den besten Februar aller Zeiten. Die Marke mit dem Stern legte samt der Kleinstwagen-Tochter Smart und der Sprinter-Transporter um 22 Prozent zu. Erzrivale BMW erhöhte seine Verkäufe um 32 Prozent, wobei insbesondere die Kleinwagen der Marke Mini gefragt waren wie selten. Porsche schaffte immerhin noch ein Plus von sechs Prozent.
Die Volkswagen-Tochter Audi verkaufte im Febuar 8631 Fahrzeuge, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Plus von zehn Prozent entspricht. Damit steigerte Audi den 14. Monat in Folge seinen Absatz in den USA. Für das Gesamtjahr ist der US-Chef der Volkswagen-Tochter, Johan de Nysschen, optimistisch und erwartet, dass auch 2012 ein hervorragendes Jahr für das Unternehmen wird. Im Februar stieg vor allem die Nachfrage nach den Modellen A6 und A7.
Bei den Premiumautos sind die Deutschen eine Macht in den Vereinigten Staaten. Bei den Massenmarken - in diesem Segment ist nur VW vertreten - sind dagegen Amerikaner und Japaner mit Abstand führend. Die USA sind bislang der wunde Punkt bei Volkswagens Ambitionen, zum Weltmarktführer aufzusteigen. Allerdings konnte VW den Abstand zu den Vorausfahrenden zuletzt immer mehr verringern.