Fürstenfeldbruck. Die ESG Elektroniksystem- und Logistik- GmbH profitiert doppelt von den aktuellen Trends der Automobilmärkte. Über das allgemein gute Wachstum der Branche hinaus wird der Zulieferer auch vom anhaltenden Trend zu höheren Elektronikanteilen beflügelt. So wuchs der Automotive-Anteil des Unternehmens seit 2000 von 20 auf rund 40 Prozent. Den zweitgrößten Beitrag zum Umsatz von 237 Millionen Euro (2011) trägt das Luftfahrtgeschäft bei. Für Hans-Georg Frischkorn, der seit Jahresbeginn das weltweite Automotive-Geschäft leitet, bieten sich damit beste Perspektiven. Der Manager erwartet das stärkste Wachstum beim noch relativ kleinen Bereich Online-Services, also der Vernetzung der Fahrzeuge.
Dort wie auch in den Bereichen Fahrerassistenz und Telematik/ Infotainment gilt als Wachstumstreiber die zunehmende Verbreitung der Anwendungen in Volumenmodellen. Einen Schub für die Vernetzung verspricht sich Frischkorn von der Elektromobilität. „Zwar hängt das vernetzte Auto nicht von der Elektromobilität ab – aber ein elektrisches Fahrzeug, das nicht vernetzt ist, kann man sich schwer vorstellen.“ Besonders für ESG sieht er in diesem Feld große Chancen bei der Entwicklung der Kommunikationsstrukturen zwischen Auto und Smart Grid, dem intelligenten Stromversorgungsnetz. Teilweise sorgt das aktuelle Nischendasein der Elektromobilität auch dafür, dass ESG größere Umfänge ergattern kann als sonst vielleicht üblich. Denn die Autobauer konzentrieren ihre Eigenleistung dort sehr stark auf einige Kernbereiche.So hat ESG komplette Bordnetzentwicklungsaufträge gewonnen. Beispielsweise das Bordnetz des Fisker Karma, des elektrifizierten Fiat 500 und „in etwas kleinerem Umfang auch einige Projekte in Deutschland“, erläutert Frischkorn. Als „zentrales Effizienzthema“ für die Elektronik sieht er die Wiederverwendung von Software. Früher sei für neue Modelle fast die gesamte Software neu entwickelt worden. Das sei angesichts der enorm gewachsenen Umfänge heute viel zu aufwendig. Daher sind Software-Lösungen gefragt, die auch nach einem Hardware- Wechsel möglichst unverändert weiterverwendet werden können. Die Autosar-Architektur mit ihrem Modell mehrerer Software- Schichten zwischen Hardware und der eigentlichen Funktions- Software sei ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.E-Mobilität treibt Vernetzung
Die ESG Elektroniksystem- und Logistik- GmbH profitiert doppelt von den aktuellen Trends der Automobilmärkte. Über das allgemein gute Wachstum der Branche hinaus wird der Zulieferer auch vom anhaltenden Trend zu höheren Elektronikanteilen beflügelt.