Wolfsburg. "Adaptive und kooperative Technologien für den intelligenten Verkehr" - abgekürzt AKTIV - heißt eine Forschungsinitiative von 29 Unternehmen aus der Automobil-, Zuliefer- und Elektronikindustrie sowie Software- und Telekommunikationsfirmen. Insgesamt 60 Millionen Euro umfasst das Budget der Initiative, die ein klares Ziel verfolgt: Der Verkehrsfluss in Deutschland soll besser und das Autofahren sicherer werden. Erreicht werden soll dies durch die Entwicklung von Verkehrsmanagement- und Assistenzsystemen sowie durch den Ausbau der Mobilfunktechnologie.
Ein Teilbereich von AKTIV ist beispielsweise der Kreuzungsassistent, den Volkswagen vor Kurzem präsentierte. Das System warnt den Fahrer, wenn beim Überqueren einer Kreuzung die Gefahr einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug besteht. Darüber hinaus soll das Auto ein Signal von der Ampel über die Rot- und Grünlichtphasen empfangen, damit die richtige Geschwindigkeit ermittelt werden kann, um die Ampel bei Grün zu erreichen. Die neue Technik könnte in einem weiteren Schritt mit der Abstandskontrolle Adaptive Cruise Control (ACC) kombiniert werden.
Um die Praxistauglichkeit des neuen Systems erproben zu können, haben die Wolfsburger einen Phaeton zum Forschungsmobil mit Kreuzungsassistent aufgerüstet. Die Luxuslimousine ist mit zahlreichen Sensoren und Kameras bestückt, die es ermöglichen, nicht nur andere Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger zu erkennen. Das satellitengestützte Global Positioning System (GPS) ortet dabei das Fahrzeug. Über lokale Funknetzwerke und über Wireless LAN (Wireless Local Area Network) empfängt der Wagen zusätzliche Informationen, etwa über das Zusammenspiel von Ampelphasen auf der eingeschlagenen Route. Darüber hinaus kann das System mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren.