Moskau. VW forciert die Suche nach dem besten Standort für eine neue Autofabrik in Nordamerika: "Unsere Scouts sondieren mit Hochdruck in Mexiko und in den USA", sagte Produktionsvorstand Jochem Heizmann gegenüber Automobilwoche. Insider erwarten den Zuschlag für ein Gelände im Südosten der Vereinigten Staaten und die Auslegung des neuen Werks auf Drei-Schicht-Betrieb. "Wir benötigen großes Volumen auch im Dollarraum", so Heizmann am Rande des Montagestarts von VW und Skoda im russischen Kaluga.
Mit einem - neben dem mexikanischen Puebla - weiteren Standort in Nordamerika soll im Rahmen der "Strategie 2018" der VW-Absatz in den USA auf 800.000 Fahrzeuge jährlich mehr als verdoppelt werden (Automobilwoche 23/2007).
Unterdessen schließt VW-Konzernlenker Martin Winterkorn die Abgabe seines Zusatzamts als Vorstandsvorsitzender der Kernmarke Volkswagen nicht aus: "In drei Jahren muss ich die Doppelfunktion nicht mehr zwingend innehaben." Als einer der Kandidaten für den Top-Job als VW-Markenchef gilt der neue Skoda-Lenker Reinhard Jung.