Moskau. Die Arbeiter des Autokonzerns Ford in Russland haben am Mittwoch für höhere Löhne gestreikt. Die Belegschaft des Werkes in Wsewoloschsk bei St. Petersburg wolle eine 30-prozentige Lohnerhöhung durchsetzen, teilte Ford Motor Company mit.
Am Vortag hatten die Arbeiter den Vorschlag der Betriebsleitung abgelehnt, Löhne und Gehälter um 14 bis 20 Prozent zu erhöhen. In der Vorwoche sei der geplante Streik gerichtlich verboten worden, meldete die Agentur Interfax. Die Gewerkschaften habe das Verbot aber angefochten.
Die Betriebsleitung habe den Arbeitern weitere Verhandlungen über einen Tarifvertrag vorgeschlagen, sagt Firmensprecherin Jekaterina Kulinenko. Allerdings werde Ford nicht über das bisherige Angebot hinausgehen. Zuletzt hatten sich Gewerkschaft und Betriebsleitung im April 2006 nach zwei Streiks auf Lohnerhöhungen von 17,5 Prozent geeinigt. Ford-Arbeiter in Russland verdienen im Schnitt 19.000 Rubel (553 Euro) monatlich.
Die Fabrik bei St. Petersburg war 2002 eröffnet worden. Täglich laufen etwa 300 Wagen des Modells Ford Focus vom Band. 2007 sollen 75 000 Autos gebaut werden. (dpa/gem)