Detroit. Der US-Autobauer Ford und die Autogewerkschaft UAW haben sich nach Informationen aus Verhandlungskreisen grundsätzlich auf einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen verständigt. Ford wolle auf Kündigungen verzichten und den Mitarbeitern stattdessen Vorruhestandsregelungen und Abfindungszahlungen anbieten, erfuhr die Nachrichtenagentur Thomson Financial News am Freitag aus den Kreisen. Wie viele Stellen wegfallen, sei noch unklar. Eine Ford-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren, die UAW war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Die Einigung könnte Ford nach Einschätzung von Analysten den Weg für weitere Standortschließungen frei machen. Bislang sehen die Sanierungspläne des Unternehmens vor, 16 Fabriken bis zum Jahr 2012 zu schließen bis zu 30.000 Stellen abzubauen. Die nordamerikanischen Produktionskapazitäten des Unternehmens sollen damit der gesunkenen Nachfrage angepasst und bis Ende 2008 auf 3,6 Millionen Autos reduziert werden. Das sind 26 Prozent weniger als 2005. Ford hatte in den vergangenen Jahren in den USA massive Verluste eingefahren und Marktanteile an die ausländische Konkurrenz verloren. (dpa-AFX/gem)