Bietigheim-Bissingen. Nach massivem Druck zahlreicher Vertriebspartner richtet die Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft (PLH) ihr Geschäftsmodell rund um hochwertige Accessoires neu aus. "Die Erfahrungen der letzten drei Jahre haben gezeigt, dass in der Kundenwahrnehmung die Isolierung der beiden Marken Porsche Design und Porsche Design Driver's Selection nicht immer verstanden wird und teilweise künstlich erscheint", räumt der neue PLH-Chef Jürgen Geßler in einem internen Schreiben ein, das Automobilwoche vorliegt.
"Diese Trennung hat zudem gerade für Porsche Design den Zugang zur Zielgruppe der Porsche-Fahrer erschwert." So wurden Sportwagenbesitzer bisher etwa auf der Suche nach Koffersets der Edeldesignmarke, luxuriösen Schreibgeräten oder gediegenem Schuhwerk in den Porsche-Zentren kaum fündig. Den Umweg in darauf spezialisierte Stores von Porsche Design wiederum scheuen die Interessenten oft. "Da hat der Hersteller große Chancen vertan", rügt ein Händler.
Besserung erhofft sich Geßler nun vom Konzept "Integrierte Markenarchitektur". So werden künftig "ausgewählte Porsche Design-Produkte über das eine oder andere Porsche-Zentrum" zu beziehen sein. Zudem soll ein neues "Impulssortiment" helfen, "ab Frühjahr 2007 den weltweiten Cayenne-Launch für Porsche Design zu nutzen".