Oberpfaffenhofen / Frankfurt/Main. Die in der kommenden Woche beginnende Internationale Automobil-Ausstellung könnte den schleppenden PKW-Absatz in Deutschland deutlich ankurbeln. Das sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, im Gespräch mit Automobilwoche. „Es könnte gut sein, dass die IAA endlich den fehlenden Impuls gibt. Und den brauchen die Automobilwirtschaft und der Handel“, unterstrich Wissmann.
Nach seinen Worten hätten sich zwei wesentliche Rahmenbedingungen verändert, die eine Kaufentscheidung nun erleichterten. Wissmann: „Erstens wissen wir jetzt, dass es eine emissionsbezogene Neuordnung der Kfz-Steuer nach CO2-Gesichtspunkten geben wird. Jeder, der morgen ein sparsames Auto kauft, kann mit einer steuerlichen Besserstellung seines Neuwagens rechnen. Zweitens wissen wir aus früheren Konjunkturzyklen, dass man sich umso eher zur Anschaffung von höherwertigen Verbrauchsgütern wie einem Auto entscheidet, je länger eine gute Konjunktur anhält und sich damit die Realeinkommen verbessern.“
Der zu erwartende Exportrekord 2007 sei zwar sehr erfreulich. Dennoch mache sich der Verband „große Sorgen um die wirtschaftliche Situation vieler Kfz-Händler, die unmittelbar an der Inlandskonjunktur hängen“, unterstrich Wissmann mit Blick auf die Käuferzurückhaltung der letzten Monate.
Der VDA-Präsident würdigte die Frankfurter IAA Pkw als die Leitmesse für Mobilität in Deutschland, Europa und der Welt: „Das sehen Sie auch an der Zahl der Aussteller, die im Vergleich zu 2005 um zwölf Prozent auf 1046 zugenommen hat.“ Dazu trügen auch so bedeutende Firmen wie Pirelli bei, die zusätzlich nach Frankfurt kämen.