Detroit. Der Präsident der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers), Ron Gettelfinger, hat laut Zeitungsbericht einen Vorschlag zur Bildung eines Krankenkassen-Fonds für die Betriebsrentner von General Motors (GM) abgelehnt. Dies berichtete die "Detroit News" am Freitag in ihrer Onlineausgabe. Der Vorschlag war ein Hauptbestandteil der Verhandlungen über einen neuen vierjährigen GM-Tarifvertrag.
Gettelfinger habe die jüngsten GM-Vorschläge zur Finanzierung eines solchen Fonds abgelehnt. Er sollte von der Gewerkschaft verwaltet und von GM finanziert werden. Es geht um GM-Krankenversicherungsverpflichtungen in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar für 340.000 Betriebsrentner und Familienangehörige.
Dies könnte nach Angaben der Zeitung dazu führen, dass GM harte Konzessionen fordern könnte, einschließlich einer Senkung der Stundenlöhne um fünf Dollar, höhere Eigenbeiträge der GM-Arbeiter bei Krankenversicherungskosten und mögliche Werksschließungen.
Das Patt könne zur Festlegung eines Streiktermins führen. Ein Streik ist nach Darstellung der Zeitung noch immer möglich. GM und die UAW verhandeln seit dem Auslaufen des alten Tarifvertrages am vergangenen Freitag intensiv. Auch bei Ford und Chrysler müssen neue Tarifverträge vereinbart werden. (dpa/gem)