Weiterstadt. Am 30. März, wenige Wochen nach der Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon, lässt Skoda-Chef Detlef Wittig die zweite Generation des Kleinwagens Fabia zu den Händlern rollen. Die erste Auflage, 1999 präsentiert, avancierte mit weltweit rund 1,65 Millionen Fahrzeugen zur meistverkauften Baureihe der tschechischen VW-Tochter.
Obwohl mit der Ablösung des Erfolgsmodells viel auf dem Spiel steht, sieht Wittig der Markteinführung des auf 3,99 Meter Länge gewachsenen Fünfsitzers gelassen entgegen: "Auch der neue Fabia hat das Potenzial, seine Stärken gegenüber einem Toyota Yaris, Fiat Grande Punto, Renault Clio oder Peugeot 207 auszuspielen", erklärte der Vertriebsexperte auf Anfrage von Automobilwoche. "Natürlich orientieren wir uns auch an den deutschen Wettbewerbern wie etwa dem Opel Corsa."
Einen großen Teil seiner Zuversicht bezieht Wittig aus den Ausstattungsoptionen, die der Fabia II bietet. Neben Sicherheits- und Komfort-Features wie Kopfairbags und einer elektronisch geregelten Klimaanlage setzen die Tschechen vor allem im Bereich Audio auf Extras, die selbst in höheren Fahrzeugklassen noch nicht immer verfügbar sind. Anschlussmöglichkeiten für MP3-Player und iPod-Geräte zählen ebenso dazu wie die technischen Vorrichtungen für Bluetooth-Mobiltelefone.
Bei den Motoren sind zunächst vier Benziner (in der Topversion auch mit Sechsstufen-Automatik) und drei Diesel verfügbar. Das Leistungsspektrum der Triebwerke reicht von 60 bis 105 PS. Die beiden stärkeren Selbstzünder werden auf Wunsch mit Rußpartikelfilter ausgeliefert.
Bei der Verkaufsprognose legt Wittig die Zahlen für das auslaufende Modell zugrunde: "Wir wollen beim Absatz mindestens das Niveau des Vorgängers halten, das jährlich bei rund 250.000 verkauften Fahrzeugen weltweit lag." Auch bei der Preisgestaltung dient die noch aktuelle Fabia-Generation als Maßstab: "Beim Basispreis", kündigt der Skoda-Chef an, "orientieren wir uns am Vorgängermodell."
Das kostete 9990 Euro (Kurzheck-Version). Wittig weiter: "Dabei besteht für uns keine Veranlassung, das heutige Preisniveau zu verlassen - natürlich immer unter Berücksichtigung einer veränderten Ausstattung."