Leverkusen. Nach dem radikalen Schnitt, den Mazda im Jahr 2002 mit der Ablösung des biederen Mittelklassemodells 626 durch den flott gestylten, sportlich ausgelegten Mazda6 wagte, ließen es die Japaner bei der zweiten Generation ihrer Erfolgsnummer 6 ruhiger angehen und stellten das neue Modell auf eine überarbeitete Plattform des Vorgängers. Dank 6,5 Zentimeter mehr Außenlänge, fünf Zentimeter mehr Radstand und einem Plus bei Breite und Höhe konnte das Platzangebot jedoch deutlich verbessert werden.
Darüber hinaus soll der neue Mazda6 ein wesentlich agileres Fahrverhalten an den Tag legen. Laut Hajime Matsumura, Chefentwickler des Mazda6, ist dafür vor allem die Gewichtsreduktion von bis zu 35 Kilogramm verantwortlich: "Dies konnten wir unter anderem durch einen höheren Anteil von hochfesten Stählen erzielen." Zudem, so Matsumura, stammt die Lenkung aus dem Sportwagen RX-8. Die sportliche Fahrwerkabstimmung setzt Mazda in jedem Markt ein - auch im komfortorientierten Heimatmarkt.
Wenn der Mazda6 am 16. Februar als Limousine und Fließheck-Variante bei den deutschen Händlern startet, tritt das Modell ein schweres Erbe an. "Vom Vorgänger konnten wir seit der Markteinführung 125.000 Fahrzeuge verkaufen", sagt Michael Bergmann, Geschäftsführer von Mazda Deutschland. Derzeit hält der Mazda6 europaweit einen Segmentanteil von 5,3 Prozent. Auf dem deutschen Markt liegt er mit 6,1 Prozent auf dem Niveau des Opel Vectra. Damit dies in einem "anhaltend schrumpfenden Segment" (Bergmann) so bleibt, soll der Mazda6 nicht nur durch seine Agilität, sondern auch mit Qualität und guter Ausstattung bei niedrigen Preisen punkten. Bereits das 22.400 Euro teure Basismodell verfügt über sechs Airbags, ESP, Klimaanlage, vier elektrische Fensterheber und 16-Zoll-Leichtmetallräder.
Rund 70 Prozent der Bestellungen in Deutschland sollen laut Bergmann auf die Variante "Exclusive" entfallen, die neben Klimaautomatik und Tempomat weitere Komfort-Features bietet (ab 24.900 Euro). Als Motorisierungen stehen drei Benziner (120, 147 und 170 PS) und ein Diesel mit 140 PS zur Wahl, auf den rund 60 Prozent der Verkäufe entfallen sollen. Beliebteste Karosserievariante soll der Kombi werden, der im zweiten Quartal 2008 folgt. Bei der gesamten Modellreihe plant Bergmann im Jahr 2009 "rund 20.000 Verkäufe."