Detroit. Die drei US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler setzen künftig auf sparsame Dieselmotoren für ihre Geländewagen und Pick-ups. Nissan und Toyota sind offenbar ebenfalls mit von der Partie. Bislang sind Dieselmotoren bei US-Herstellern auf dem heimischen Markt nur als Antriebe für schwere Lkw und große Pick-ups verbreitet. Jetzt sollen Selbstzünder auch die sogenannten "Light Trucks" - also kleinere Pick-ups und Geländewagen - antreiben. Gründe für die Offensive sind der steigende Wettbewerbsdruck und die erhöhte Nachfrage nach sparsamen Fahrzeugen. Dieselmotoren senken den Verbrauch um 25 bis 30 Prozent.
Ford wird im Jahr 2009 mit einer Dieselversion des Pick-ups F-150, dem meistverkauften Fahrzeug auf dem US-Markt, wahrscheinlich den Anfang machen. Der dafür vorgesehene 4,4-Liter-Motor ist ein Ableger des in Europa im Range Rover eingebauten 3,6-Liter-V8-Dieseltriebwerks und könnte bald auch im Ford Expedition zum Einsatz kommen. Auch Chrysler schmiedet Diesel-Pläne: Ein von Motorenhersteller Cummins gelieferter 4,2-Liter-V6-Selbstzünder mit rund 190 PS soll im Pick-up Dodge Ram 1500 eingesetzt werden. Im Stadtverkehr soll der Verbrauch des Dodge Ram dadurch von 15,6 auf zwölf Liter pro 100 Kilometer sinken.