München. Der Autobauer BMW hat seine Strategie für die kommenden Jahre festgezurrt. An diesem Donnerstag will BMW-Chef Norbert Reithofer Branchenkreisen zufolge die Strategie im Aufsichtsrat vorstellen. Neben neuen Modellen und Absatzzielen soll es dabei auch um Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft und Produktivität gehen. Zu entsprechenden Berichten des Wirtschaftsmagazins "Capital" und der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) wollte sich ein BMW-Sprecher am Mittwoch aber nicht äußern. Reithofer hatte erst bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt erklärt, dass man an Methoden zur Steigerung der Rendite feile. "Wir haben jeden Stein umgedreht", sagte der BMW-Chef, der seit gut einem Jahr im Amt ist.
Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" plant der weiß-blaue Autobauer trotz der Dollar-Schwäche, höherer Rohstoffpreise und hoher Entwicklungskosten für neue Modelle und sparsamere Motoren die Umsatzrendite im Automobilgeschäft spätestens im Jahr 2012 auf mehr als acht Prozent zu steigern, nach 6,3 Prozent im vergangenen Jahr. Die Kapitalrendite solle bis dahin auf mehr als 26 Prozent klettern, von 21,7 Prozent im Jahr 2006. Vorbild für BMW sei der japanische Autobauer Toyota, hieß es in dem Bericht. Eine Wettbewerbsanalyse des deutschen Herstellers komme zu dem Schluss, dass die Japaner im Vergleich zu BMW "Kostenvorteile von 2,1 Prozent vom Umsatz" hätten.