Gummersbach. Autohersteller und Zulieferer aus Deutschland können beim Betrieb von Montagewerken und Logistikzentren in Ungarn nach wie vor auf vergleichsweise günstige Gehaltsstrukturen bauen. "Trotz einer vorsichtigen Anpassung bleiben die Lohnkosten in Ungarn für deutsche Unternehmen attraktiv", lautet das zentrale Ergebnis einer Vergütungs-Studie, die das Beratungshaus Kienbaum in Kooperation mit der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer jüngst vorgestellt hat.
Demnach liegen in Ungarn "die Jahresgesamtbezüge eines Geschäftsführers in einem Unternehmen mit ausländischer Beteiligung im Durchschnitt bei 69.482 Euro". Auch Fachkräfte verdienen mit 13.291 Euro pro Jahr nur einen Bruchteil des Gehalts ihrer deutschen Kollegen. Allerdings sind in dem EU-Neuland "qualifizierte Arbeitskräfte Mangelware", so die Gummersbacher Consultants. Auch renommierten Arbeitgebern wie Audi, der im ungarischen Györ unter anderem Motoren fertigen lässt, bereitet die Besetzung offener Stellen oft Probleme.