Köln. Lexus verabschiedet sich von der Strategie, ausschließlich komfort- und luxusorientierte Fahrzeuge anzubieten. "Künftig soll die Marke auch für Sportlichkeit stehen", sagte ein Toyota-Sprecher der Automobilwoche.
Bei den sportlich ausgelegten Modellen verzichtet Lexus auf die Hybrid-Technologie, bei der wegen der zusätzlichen Leistung des Elektromotors bislang nicht nur das Spar-, sondern auch das Spaßpotenzial hervorgehoben wurde. Den Anfang macht der IS-F mit V8-Motor, der im März auf den deutschen Markt kommt. Auch ein für Ende 2009 eingeplanter Sportwagen der Japaner bekommt einen konventionellen Antrieb. So soll ein V10-Triebwerk, das voraussichtlich in Front-Mittelmotor-Bauweise montiert wird, für hohe Fahrleistungen sorgen.
Als Grund für den Strategiewechsel gibt das Unternehmen das Motorsport-Engagement im Heimatland an. Während sich Toyota Deutschland vom IS-F einen Image-Schub erhofft, ist der Lexus-Hauptabsatzmarkt USA von der 423-PS-Limousine "weniger begeistert", heißt es bei Toyota. Dort geht die Luxus-Strategie wesentlich besser auf als in Europa. Der IS-F bekommt nicht nur ein auf Fahrdynamik ausgelegtes Fahrwerk, sondern auch ein spezielles Automatikgetriebe, das in den Stufen zwei bis acht die Gänge ohne Zugkraftunterbrechung wechselt, worunter der gewohnte Schaltkomfort leiden dürfte.