Los Angeles. Der Autobauer BMW will in den USA aufs Tempo drücken und ab nächstem Jahr erstmals mit der Einser-Reihe sowie Dieselfahrzeugen punkten. "Unser Hauptziel sind 400.000 verkaufte Wagen pro Jahr", sagte USA-Chef Tom Purves der Deutschen Presse- Agentur dpa anlässlich der Los Angeles Autoshow. Für das laufende Jahr erwarte BMW in den USA einen Zuwachs im "hohen einstelligen Prozentbereich" nach mehr als 313.000 verkauften Autos 2006.
Eine vierte BMW-Konzernmarke, über die immer wieder spekuliert wird, schloss Purves nicht grundsätzlich aus. "Wir haben das Thema einer vierten Marke nicht völlig abgeschrieben. "Aber die Pläne liegen im Moment auf Eis", sagte der 59-Jährige.
Bis Oktober setzte der weiß-blaue Hersteller in den USA mit allen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce rund 275.000 Wagen ab - ein Plus von gut acht Prozent. Damit rollt etwa jedes fünfte Fahrzeug des Konzerns auf den US-Markt. Wann genau BMW die Schwelle von 400.000 Stück in den USA erreichen werde, wollte Purves nicht sagen. Beim derzeitigen Wachstumstempo wäre dies etwa 2009 der Fall.
Gerade auf dem US-Markt könne eine neue Marke recht erfolgreich sein, meinte Purves mit Blick auf Wettbewerber wie Toyota. "Tradition ist hier nicht ein ganz so großes Thema". Der USA-Chef zeigte sich überzeugt: "Wenn wir eine vierte Marke hätten, könnten wir sie in jedem Fall gut führen." BMW habe dies mit Mini und Rolls-Royce bewiesen. "Aber im Moment ist unsere echte Chance, die drei bestehenden Marken weiter auszubauen", sagte der gebürtige Schotte.