Limburg/Frankfurt/Main. Es heißt, die diesjährige Internationale Automobilausstellung sei die bisher grünste IAA gewesen. Doch auch wenn auf der Automesse in Frankfurt auf fast jedem Stand Hybrid-Fahrzeuge, Brennstoffzellen oder Wasserstoffmotoren zu sehen waren, so ist das tatsächliche Angebot an besonders umweltfreundlichen Fahrzeugen noch vergleichsweise gering. Allerdings weist die Zulassungsstatistik eine steigende Nachfrage aus, auf die sich auch die Hersteller und Händler einrichten.
"Von den heute rund 6200 Pkw-Versionen in den deutschen Herstellerpreislisten liegen derzeit etwa 540 Varianten bei oder unter 130 Gramm CO2 pro Kilometer", sagt Nick Margetts vom Marktforschungsunternehmen Jato Dynamics in Limburg (Hessen). Etwa 250 kämen sogar unter 120 Gramm pro Kilometer (g/km). Für Margetts ist der Trend unverkennbar: Es gebe einen klaren Bedarf für Autos, die man "als eher umweltschonend" einordnen kann.
Die Autoindustrie ist dabei, ihr Modell- und Motorenprogramm entsprechend auszuweiten. Doch Kritikern wie Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin zufolge mangelt es an Nachdruck, Konsequenz und Glaubwürdigkeit. Den größten Zuwachs haben konventionelle Fahrzeuge, deren Verbrauch durch aerodynamischen Feinschliff, verminderte Bodenfreiheit, neue Getriebeabstimmungen, Leichtlaufreifen und geänderte Motorsteuerungen optimiert wurde.