München. Die österreichische Porsche Holding, Europas größter Autohändler, hat im vergangenen Jahr ein rasantes Wachstum hingelegt: Nach Angaben der französischen Unternehmensberatung Autobiz konnte das Unternehmen den Umsatz im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro steigern - vor allem wegen der rasanten Expansion in Mittel- und Osteuropa.
Die Porsche Holding, Salzburg, Österreichs viertgrößtes Unternehmen, gehört je zur Hälfte den Familien Porsche und Piëch. Sie vertreibt die Marken des VW-Konzerns exklusiv in Österreich und Osteuropa. In Deutschland ist die Tochtergesellschaft Porsche Inter Auto (PIA) im Retailgeschäft aktiv. Unter dem Namen Auto & Service betreibt PIA in München Autohäuser der VW-Konzernmarken. Ab September werden auch die zwölf Betriebe der Augsburger Schwaba-Gruppe (VW/Audi, Seat, Skoda, Ford und Suzuki) zum österreichischen Handelsriesen gehören. "Für die Finanzierung der Expansion hat die Porsche Holding über die Eigentümerfamilien Zugang zu großen finanziellen Mitteln", sagt Chefanalyst Emmanuel Labi von Autobiz. In 139 der 389 Händlerbetriebe der Porsche Holding werden VW-Konzernmarken angeboten.
2006 verkaufte die Gruppe insgesamt 416.131 (Vorjahr: 344.325) Neuwagen. Größter Einzelmarkt ist mittlerweile Frankreich. Dort kaufte die Porsche Holding die beiden größten Handelsgruppen PGA Motors und Zodo und besitzt nun 198 Handelsbetriebe.
Das stärkste Wachstum verzeichnete das Unternehmen 2006 in Rumänien, wo erstmals mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt wurde. "Unser Wachstumspotenzial", so Wolf-Dieter Hellmaier, Sprecher der Geschäftsführung, "liegt im Südosten Europas."