München. Die Absatzflaute auf dem deutschen Markt bleibt nicht ohne Folgen für den Fahrzeugausstoß der europäischen Werke. So wurde bei Opel - die Rüsselsheimer verkaufen im Mai in Deutschland 28,8 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat - die Produktion um 23,2 Prozent gedrosselt. Vor allem vom Astra liefen deutlich weniger Exemplare von den Bändern als im Mai 2006 (minus 29,1 Prozent). Trotz der gestiegenen Chevrolet-Produktion (plus 47,2 Prozent) baute GM Europe insgesamt 16,7 Prozent weniger Autos. Auch bei der BMW Group verließen weniger Fahrzeuge die Montagehallen (minus 2,2 Prozent). Zwar wurden aufgrund der neuen dreitürigen Variante mehr Einser gebaut (plus 33,4 Prozent), die Produktion der beiden anderen Volumenmodelle Dreier (minus 8,8 Prozent) und Fünfer (minus 16,8 Prozent) wurde jedoch der schleppenden Inlandsnachfrage angepasst. Der Zuwachs bei Ford (plus 5,4 Prozent) ist dagegen einzig auf den Serienstart des neuen Mondeo zurückzuführen (plus 74 Prozent). Da bei Renault mit dem Laguna (minus 94,2 Prozent) ein Volumenmodell vor dem Generationswechsel steht, verwundert der neuerliche Produktionsrückgang (minus acht Prozent) bei den Franzosen nicht.