Flensburg. Die schwache Entwicklung des deutschen Automarkts hält auch ein halbes Jahr nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer weiter an. Im Juni wurden etwas mehr als 301.000 Personenwagen neu zugelassen und damit 7,0 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch in Flensburg mit. Für das erste Halbjahr addiert sich das Minus bei 1,58 Millionen Pkw auf 9,2 Prozent, das sind 159.000 Autos weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die deutschen Automarken entwickelten sich dabei exakt mit dem Markt und verloren ebenfalls 9,2 Prozent. Einzig die Sportwagen- Schmiede Porsche konnte ein Plus von 1,9 Prozent erreichen. Der marktführende Hersteller VW lag dagegen auf dem deutschen Markt mit 10,2 Prozent im Minus, BMW/Mini mit 6,3 Prozent und Audi mit 4,2 Prozent. Relativ achtbar schlug sich Mercedes mit 1,5 Prozent weniger Neuzulassungen. Die Massenhersteller Ford (minus 17,4 Prozent) und Opel (minus 14,3 Prozent) mussten dagegen kräftig Federn lassen. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei smart mit minus 25,0 Prozent aus.
Auch bei den Herstellern aus dem Ausland war das Bild höchst unterschiedlich. Unter den größeren Marken konnte vor allem Skoda mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent punkten; auch preisgünstige Kleinwagen von Chevrolet (ehemals Daewoo) mit plus 13,4 Prozent und Daihatsu mit plus 16,5 Prozent legten zu. Auffällig hohe Verluste gab es dageben für Nissan (minus 27,9 Prozent), Peugeot (minus 18,7 Prozent) und Hyundai (minus 18,0 Prozent). Die erfolgreichste Importmarke Toyota, die seit Jahren immer nur gewachsen ist, verbuchte einen Rückgang von 7,2 Prozent.