Wolfsburg. VW forciert die Entwicklung eines neuen Einstiegsmodells, das den erst 2005 auf dem deutschen Markt eingeführten Fox aus brasilianischer Produktion in Westeuropa ersetzen soll. Hintergrund ist der ungünstige Wechselkurs des brasilianischen Real, der beim Fox-Import für Verluste sorgt. „Hierzulande schießt VW bei jedem Fox mehr als 1000 Euro zu“, so ein Wolfsburger Insider. „Daher will die Konzernführung das Auto in Europa schnellstmöglich von den Märkten nehmen.“ Der Nachfolger soll „innerhalb der nächsten 30 Monate“ anlaufen, heißt es in der VW-Zentrale. Er sei „auch als Antwort auf den Smart gedacht“ und werde „VW in der CO2-Diskussion voranbringen“.
Zwar hat VW-Chef Martin Winterkorn den Montagestandort des Fox-Nachfolgers noch nicht festgelegt, doch gilt das Werk im spanischen Pamplona, wo VW den Polo bauen lässt, als Favorit. „Dort hat man Erfahrung mit kleinen Autos, und die Fabrik braucht Beschäftigung“, sagt ein Manager. Als Zielpreis gelten „weniger als 10.000 Euro“ (Fox: 9387 Euro). Einen betont günstigen Volkswagen hält Winterkorn auch mit Blick auf das Billigauto Logan der Renault-Tochter Dacia für unverzichtbar.
Mit Hochdruck verfolgt VW überdies das Projekt „Polo EM“ (Emerging Markets). Der abgespeckte Basis-Polo soll in Indien gebaut und von dort unter anderem in die Wachstumsmärkte der ASEAN-Region sowie nach China geliefert werden.
VW Fox: Der Import aus Brasilien nach Europa soll spätestens 2009 enden.