München. Nissans feine Tochter Infiniti macht sich bereit für den Markteintritt in Westeuropa. "Ende des vierten Quartals 2008 beginnen wir mit dem Verkauf unserer Produkte", sagt Infiniti Europe-Chef Jim Wright. Als wichtigsten Markt hat Wright Großbritannien ausgemacht, gefolgt von Deutschland. Hierzulande werden voraussichtlich Anfang 2009 die ersten Infiniti an Kunden ausgeliefert. Derzeit baut Wright ein Vertriebsnetz auf, Ende des Jahres sollen mit den ersten deutschen Händlern die Verträge unterschrieben werden. Dass dies im heiß umkämpften deutschen Premium-Markt besonders schwierig ist, weiß der gebürtige Schotte: "Wir haben keine Ambitionen, die deutschen Hersteller zu imitieren, denn damit würden wir scheitern."
Das betrifft sowohl das angepeilte Volumen als auch die Produkte. Spätestens 2013 soll jeder westeuropäische Infiniti-Standort rund 500 Fahrzeuge absetzen. In Russland, wo die Kundschaft als offener für neue Marken gilt, werden seit 2006 mit Erfolg Infiniti verkauft - bislang rund 7000 Autos von nur drei Händlerbetrieben. Für Deutschland sieht Wright lediglich zwölf bis 14 Stützpunkte vor, "ausschließlich in Großstädten". So will Wright gewährleisten, dass die Händler einen möglichst großen Einzugsbereich haben, in dem sie solvente Kunden akquirieren können. "Unseren Händlern wollen wir eine Umsatzrendite von zwei Prozent ermöglichen", sagt Wright. Mehr noch: Obwohl der Markteintritt "ein erhebliches Investment bedeutet", sollen Marke und Händler "innerhalb von fünf Jahren profitabel arbeiten", verspricht Wright.