Augsburg. Nach anfänglichen Bauchschmerzen scheint sich der Schweißanlagen- und Roboterhersteller Kuka mit sogenannten Betreibermodellen anzufreunden. "Solche Modelle sind eine logische Erweiterung unseres Leistungsspektrums", sagt Rudolf Zimmer, Leiter Production Operations bei Kuka System, wo das Kerngeschäft Schweißanlagen und die zugehörigen Dienstleistungen gebündelt wurden.
Beim Start des Pilotprojekts vor einem Jahr hatte das Management noch nicht gewusst, ob sich das Betreibermodell tatsächlich rechnen würde. Im Gegensatz zum klassischen Geschäft, bei dem der Hersteller bei Inbetriebnahme den vereinbarten Preis kassiert, betrat Kuka zusammen mit dem US-Automobilunternehmen Chrysler bei der Produktion des neuen Jeep Wrangler völliges Neuland: Kuka ist für den Bau der kompletten Rohkarosse verantwortlich und wird nach gelieferten Einheiten bezahlt. Dabei lädt Chrysler eigentlich selbst zu tragende Lasten wie die damit verbundene Vorfinanzierung sowie sämtliche Betreiberrisiken auf die Schultern von Kuka.
Neben den Augsburgern sind im Supplier Park im Chrysler-Werk Toledo auch Magna Steyr als Betreiber der Lackiererei und Hyundai Mobis für die Fahrwerkmontage engagiert.