München. Die tschechische VW-Tochter Skoda steht vor einer umfassenden Erweiterung ihrer Fertigungsanlagen. Auslöser der Investitionsentscheidungen, die der Skoda-Vorstand noch unter seinem Ende September ausgeschiedenen Vorsitzenden Detlef Wittig getroffen hat, sind die anhaltend hohe Nachfrage bei den Volumenmodellen sowie die geplante Erweiterung der Modellpalette.
„Dank der zunehmenden Beliebtheit des Modells Octavia suchen wir geeignete Produktionskapazitäten, die es ermöglichen, schnell auf das enorme Interesse der Kunden zu reagieren“, sagte Wittig im Zuge der Amtsübergabe an seinen Nachfolger, den VW-Topmanager Reinhard Jung. Mit Blick auf das Skoda-Stammwerk in Mladá Boleslav fügte Wittig hinzu: „Mit den letzten Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten des Werks befinden wir uns aus Sicht des Produktionsflusses und der Logistik an der Grenze der Möglichkeiten.“
Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, soll das VW-Werk im slowakischen Bratislava, in dem die schweren SUVs Touareg und Audi Q7 sowie der Porsche Cayenne entstehen, schnellstmöglich auch den Octavia fertigen. Das Gros der Octavia-Montage jedoch und der Bau der Kleinwagenreihe Fabia wird in Mladá Boleslav verbleiben. Den Ende 2009 startenden Yeti, einen kompakten Geländewagen, wird Skoda am tschechischen Standort Kvasiny produzieren, wo auch der Van Roomster und die Limousine Superb vom Band laufen.
Die auf den Octavia der ersten Generation („Tour“) spezialisierte Fabrik Vrchlabi soll nach Angaben des Unternehmens „zu einem vollwertigen Werk einschließlich Lackiererei ausgebaut werden“.