Audi-Chef Rupert Stadler dämpfte auf der IAA aber allzu große Erwartungen: "Das wird kein Riesenvolumen werden." Mercedes geht noch einen Schritt weiter. Als Konzept-Fahrzeug zeigen die Stuttgarter den F700, der einen sogenannten "Diesotto"- und einen Hybrid-Antrieb kombiniert. Als "Diesotto" bezeichnet der Konzern ein zukünftiges Motorenkonzept, das die Vorteile des Diesel (Sparsamkeit) mit der des Otto-Motors (Sauberkeit) verbinden soll. Der F700 soll auf 100 Kilometer 5,3 Liter Benzin verbrauchen.
Auch die Nachbarn in Frankreich sind auf den Hybridzug aufgesprungen. "Die Technologie beherrschen wir jetzt, die Autos funktionieren. Zur Zeit ist die wichtigste Arbeit, bis 2010 die Kosten zu reduzieren", sagte Peugeot-Deutschlandchef Olivier Dardart am Mittwoch. "Wenn wir die Technologie jetzt einführen würden, wären die Kosten noch zu hoch und die Kunden würden das Auto nicht kaufen."
Doch es geht auch andersherum: General Motors (GM) will für den heimischen Markt auf Diesel-Modelle von Opel zurückgreifen. "Dadurch, dass wir in Europa eine starke Präsenz von selbst entwickelten und produzierten Diesel haben, können wir diese auch in Schwesterprodukten in den USA anbieten", sagte General-Motors-Chef Rick Wagoner in Frankfurt der Zeitschrift "auto motor und sport". Und der bayerische Autobauer BMW, der sich in den vergangenen Jahren vor allem die Optimierung konventioneller Motoren auf die Fahnen geschrieben hat, findet in den USA mit seinen spritsparenden Fahrzeugen großen Anklang. Im August kletterte der Absatz im vermeintlichen Dorado der Japaner um 19,3 Prozent, seit Jahresanfang waren es immerhin 8,1 Prozent.
So dürfte es in erster Linie an den Verbrauchern liegen, welchem Antrieb sie den Vorzug geben. Bei Toyota jedenfalls, dem Vorreiter bei Hybridautos, ist die Euphorie ungebrochen. Die Japaner wollen die Produktion bis Anfang des nächsten Jahrzehnts auf eine Millionen Autos pro Jahr hochfahren. (dpa-AFX/feb)