Schanghai. China wird von Umweltproblemen geplagt und muss Energie sparen - das hat nun auch die Autobranche erkannt. Auf dem umkämpften chinesischen Wachstumsmarkt setzen Autohersteller vermehrt auf grüne Technologie, um Marktanteile auszubauen. Einheimische und internationale Konzerne wollen auf der Schanghaier Automobilmesse, die Sonntag ihre Türen für Besucher öffnet, vor allem umweltschonende Technik vorstellen.
Die Messe steht unter dem Motto "Technologie und Natur in Harmonie". General Motors (GM), Toyota, Mercedes-Benz, BMW und Ford werden deshalb mit elektrisch- und hybridbetriebenen Autos in Schanghai vertreten sein, wie die "Shanghai Daily" berichtete. Der deutsche Volkswagen-Konzern wird erstmals das gesamte Spektrum seiner Umwelttechnologie auf einer Automobilmesse in China vorstellen.
Volkswagen will "Vorreiter" sein und hat sich verpflichtet, in China Benzinverbrauch und Abgase seiner Fahrzeuge bis 2010 um mehr als 20 Prozent zu verringern. "Umweltschutz ist eine globale Angelegenheit", sagte Winfried Vahland, China-Chef von VW, vor der Messe. "Angesichts des rasanten Wachstums auf dem chinesischen Automarkt, der bereits weltweit die Nummer zwei ist, nimmt die Volkswagen Gruppe China seine Verantwortung als Marktführer sehr ernst."
Chinas zunehmender Autoverkehr sorgt in den Großstädten für Smog. In Peking werden jeden Tag mittlerweile 2000 neue Autos zugelassen. Auf den Straßen herrscht Dauerstau. "Kritisch für die weitere Entwicklung werden Verbesserungen in der Infrastruktur sein - schon jetzt kämpfen die Großstädte mit dem täglichen Verkehrsinfarkt", sagt Nick Margetts vom Marktforschungsunternehmen Jato Dynamics in Limburg.