München. Mit einem Plus von 23,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gehörte Audi im Mai zu den Herstellern mit den höchsten Zuwächsen auf dem US-Markt. Nur Lincoln (plus 28 Prozent) und Saturn (plus 75,3 Prozent) erzielten bessere Werte. Das gute Abschneiden von Audi ist dabei hauptsächlich auf die 1958 verkauften Q7 zurückzuführen, da das Modell in der Vorjahresstatistik noch nicht auftauchte. Damit konnte sich der Q7 dem Negativtrend bei den SUVs entziehen. Außerdem gelang es den Ingolstädtern, mit dem neuen TT bei den US-Kunden zu punkten (plus 484 Prozent). Dem mäßigen Absatz des A3 (minus 4,8 Prozent) versuchte Audi mittels günstiger Finanzierungszinsen ab 2,9 Prozent entgegenzuwirken. Ähnlich erfolglos blieb der Versuch von VW, mit einer Null-Prozent-Finanzierung den Verkauf des Beetle anzukurbeln (minus 26,7 Prozent). So verdankt VW sein leichtes Plus von einem Prozent ebenfalls nur einem Modell - dem Eos mit 1491 verkauften Fahrzeugen. Alle anderen Modelle werden weiterhin mit günstigen Finanzierungszinsen ab 2,9 Prozent angeboten. Auch BMW muss solche Angebote machen, um mehr Fünfer an die US-Käufer zu bringen. Die 3,9-Prozent-Finanzierung half jedoch nicht - der Absatz des Oberklassemodells sank um 8,4 Prozent. Dass die Bayern dennoch mit einem Gesamt-Plus von 8,1 Prozent erfolgreich auf dem US-Markt agierten, stützt sich auf zwei Modelle. So griffen die Amerikaner bevorzugt zum Dreier (plus 28,2 Prozent) und zum neuen X5 (plus 32,2 Prozent). Licht und Schatten dagegen bei Mercedes-Benz (plus 0,7 Prozent): Die eigens für Amerika entwickelten Modelle GL (minus 20,2 Prozent) und R-Klasse (minus 7,1 Prozent) bleiben weiterhin hinter den Erwartungen zurück. Dafür hält sich die M-Klasse (plus 14,2 Prozent), und auch das G-Modell findet immer mehr Fans (plus 129 Prozent). Für jeden Verkauften ML 500 spendierte Mercedes 3000 Dollar. Zusätzlich lockten die Stuttgarter ihre Händler mit einer Prämie von 10.000 Dollar für jeden verkauften SL 600, für den SL 500 gab es immerhin noch die Hälfte. Die Motivation reichte jedoch nicht aus, der SL-Absatz sank um 36,1 Prozent. Dafür wirkten die Verkaufsfördermaßnahmen beim CLK (3000 Dollar) - plus 37,4 Prozent.