Wolfsburg. Volkswagen bietet seinen deutschen Handelsbetrieben seit April eine Reihe finanzieller "Förderungsmaßnahmen", um das schleppende Neuwagengeschäft in Schwung zu bringen. Ausweislich interner Papiere, die Automobilwoche vorliegen, stehen die Mittel- und Oberklassemodelle Passat, Touareg und Phaeton im Mittelpunkt der Incentive-Aktionen.
So gewährt der Hersteller beim Verkauf einer Passat-Limousine nun eine Eroberungsprämie in Höhe von 2000 Euro, um VW-Verkäufern mehr Spielraum im Rabattgespräch mit Neukunden zu verschaffen, die ein Fremdfabrikat fahren. Für die stärker gefragte Kombi-Version des Passat werden 1500 Euro ausgelobt, mit denen alternativ die Inzahlungnahme älterer VW-Pkw über Marktwert gestützt werden kann. "Es ist absehbar, dass neue Modelle von Wettbewerbern wie Ford Mondeo und Mercedes C-Klasse das Passat-Geschäft tangieren", so ein norddeutscher VW-Händler. "Insofern kommen die Zuschüsse aus Wolfsburg gerade noch zur rechten Zeit."
Den Verkauf des jüngst modellgepflegten Geländewagens Touareg fördert VW im Rahmen einer "Loyalitätsaktion" mit einer Prämie von 2000 Euro. Den mit 3000 Euro höchsten Betrag überweist die Zentrale derzeit an VW-Händler, denen eine "Leasingeroberung Phaeton" gelingt: Noch bis Ende Juni sollen etwa Leasingnehmer eines Siebener-BMW oder der S-Klasse von Mercedes mit günstigen Konditionen zum Umstieg auf den Top-VW bewogen werden.
Großkunden mit eigenen Fuhrparks können neuerdings auch den Polo BlueMotion billiger beziehen: Für den betont verbrauchsgünstigen und emissionsarmen Kleinwagen hat VW eine "Aktionsprämie" von 600 Euro aufgelegt. "Die Maßnahme", lässt VW vorsorglich wissen, "ist stückzahlmäßig begrenzt."