Tokio. Toyota will künftig in allen Segmenten Hybrid-Modelle anbieten, um trotz der großen Offroad-Modelle im Angebot einen akzeptablen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte zu realisieren. "Wir werden alle Plattformen für die Hybrid-Technologie vorbereiten", erklärte Kazuo Okamoto, Executive Vice President Forschung und Entwicklung, am Rande der Tokyo Motor Show. Damit sich die Technik auch im A- und B-Segment rechnet, will Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe "die Kosten bei der nächsten Hybrid-Generation halbieren".
Das erklärte Ziel des Konzerns: ab 2010 pro Jahr rund eine Million Hybrid-Fahrzeuge abzusetzen - so viel, wie die Japaner in den vergangenen zehn Jahren zusammen verkauft haben. Da der Konzern in den Hauptabsatzmärkten alle wichtigen Segmente besetzen will, muss Toyota den hohen Schadstoffausstoß seiner großen Geländewagen und Pick-ups reduzieren und kompensieren. So ist in den USA beispielsweise der Pick-up Tundra der Renner bei den Kunden - und wird vornehmlich mit großvolumigen V8-Benzinern geordert. Aber auch in Europa erfreuen sich die rustikalen Land Cruiser-Modelle großer Beliebtheit. Auch in den eigenen Reihen, weshalb der Konzern diese Fahrzeuge aus dem Mitarbeiter-Leasingprogramm verbannen und stattdessen den Prius zu äußerst günstigen Konditionen anbieten will. Watanabe hält allerdings an Modellen wie dem Land Cruiser und dem Tundra fest, plant jedoch in diesen Segmenten neben Hybrid-Versionen weitere emissionsreduzierende Maßnahmen. "Wir müssen das Fahrzeuggewicht senken und werden mehr Dieselmotoren anbieten", sagt Watanabe. So wird der Land Cruiser künftig mit einem V8-Diesel zu haben sein.