München. Toyota will sein Vertriebsnetz auf Vordermann bringen: "Analog zum Toyota Production System arbeiten wir gerade an einem Toyota Retail System", sagt Andrea Formica, Vice President Sales & Marketing für Europa. Bereits seit Mai 2005 werden die Prozesse im Autohaus analysiert, optimiert und standardisiert. Die Japaner haben dafür fünf "Handels-Laboratorien" eröffnet -- drei in Brüssel, je eines in Cardiff und Madrid. Formica: "Wir berücksichtigen hier alles, was die Kundenzufriedenheit beeinflusst."
Japaner verbessern Prozesse im Vertrieb
Wann das System weltweit implementiert werden soll, wollte der Manager nicht sagen: "Es hat Dekaden gedauert, unser Produktionssystem zu entwickeln. Auch unser Vertriebssystem wird nicht über Nacht entstehen." Ein Sprecher indes erklärt, dass in Europa alle Ergebnisse im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses "schrittweise" umgesetzt werden.
Die Struktur des Toyota-Händlernetzes in Europa soll nicht verändert werden: "Wir haben nicht vor, die Zahl unserer 1200 europäischen Händler und ihrer 2970 Outlets zu erhöhen. Stattdessen sollen unsere Händler vom Absatzwachstum profitieren. Das heisst, der Absatz pro Partner wird weiter steigen", sagt Formica. In diesem Jahr will Toyota in Europa mehr als eine Million Pkw verkaufen (2005: rund 960.000). Bis 2010 sollen es mindestens 1,2 Millionen sein.
In Deutschland peilt Toyota 2006 rund 140.000 Neuzulassungen an (2005: 135.000), davon 5100 Lexus (3400). Die Japaner verfügen bundesweit über 625 Outlets, 41 vertreiben auch Lexus. Die durchschnittliche Umsatzrendite der Toyota-Händler lag 2005 bei 1,5 Prozent.