Paris. Toyota hat wegen der stark zunehmenden Zahl an Rückrufen entschieden, die Entwicklungszeiten für künftige Modelle zu verlängern. Dadurch soll die Produktqualität verbessert werden. "Bisher lagen unsere Entwicklungszeiten unter dem Branchendurchschnitt. Künftig werden wir uns aber mehr Zeit lassen", sagte Tadashi Arashima, CEO von Toyota Motor Europe, der Automobilwoche. Qualität habe in Zukunft oberste Priorität, so Arashima weiter. Daher sucht Toyota weltweit rund 8000 Ingenieure, die den zusätzlichen Entwicklungsaufwand auffangen sollen.
Dauerte es bisher maximal 26 Monate, ein neues Auto auf die Straße zu bringen, wird es bis zum Produktionsstart künftig "mindestens drei bis sechs Monate länger dauern", sagt Masaki Taketani, Spezialist für asiatische Fahrzeuge beim Prognose-Institut CSM Worldwide. So wird der Corolla-Nachfolger Auris erst ab Mitte 2007 im britischen Burnaston vom Band laufen - knapp ein Jahr später, als im ursprünglichen Modellzyklus vorgesehen. Auch der nächste Prius wird drei Monate später auf den Markt kommen als geplant. Den Hauptgrund für die Qualitätsprobleme sieht Arashima "in der Vielzahl an Produkten, die für viele verschiedene Märkte entwickelt wurden". Man habe nicht genügend Zeit gehabt, alle Mitarbeiter konsequent auf das Toyota-Produktionssystem zu schulen.