Frankfurt/Main. Der Zulieferer Continental Automotive Systems (CAS) hat ein internationales Qualitätsprogramm namens "Q3BIC" aufgelegt, um sich für den weltweit immer härteren Konkurrenzkampf im Fahrzeuggeschäft zu rüsten. "Höchste Qualität in wirklich allen Bereichen des Unternehmens wird zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor", so Dietmar Siemssen, in der CAS-Geschäftsleitung verantwortlich für Qualität und Umwelt, gegenüber Automobilwoche. "Neben ,Kostenführerschaft' und ,Technologie' werden wir ,Qualität' daher zügig als unsere dritte Kernkompetenz festigen."
Conti Automotive macht Qualität zur Chefsache
Wie der Buchstabe Q mit der hochgestellten Ziffer im Programmtitel "Q3BIC" verdeutlichen soll, ist der neue Qualitätsansatz mehrdimensional angelegt. So soll neben der eigenen "Qualitätsreputation", die CAS in der Branche geniesst, auch die "Anlieferqualität", also die Güte der von Fremdfirmen bezogenen Waren und Dienstleistungen, kontinuierlich steigen. "Im Bereich ,Bremstrommeln Radbremse' etwa", sagt Siemssen, "haben wir unsere Zulieferer wie AP rundum mit einbezogen." Überdies sehe CAS "noch viel Potenzial, um gemeinsam mit den Autoherstellern die ,Feld-Qualität' von Bauteilen zu erhöhen", mithin die Dauerhaltbarkeit von Fahrwerkkomponenten oder Hybridsystemen im realen Zusammenwirken auf der Strasse.
Die Buchstaben "BIC" stehen für "Best in Class", den Anspruch, in der jeweiligen Produktkategorie mit CAS die Benchmarks zu setzen. Siemssen: "Im Rahmen von ,Q3BIC' haben wir bereits über 120 Einzelprojekte gestartet." Immerhin würden andere Divisionen des Continental-Konzerns wie der Bereich Nutzfahrzeugreifen die Qualitätsoffensive im Hinblick auf eine mögliche Einführung im eigenen Haus aufmerksam verfolgen. Um "Q3BIC" die erhoffte Durchschlagskraft zu verschaffen, hat CAS-CEO Karl-Thomas Neumann das Programm gar zur Chefsache gemacht: "Auch dazu haben sämtliche Manager nun persönliche Zielvereinbarungen, deren Erreichen das Gehalt stark beeinflusst."