Das Wehklagen der Zulieferbranche über die Preisdrückerei der Autohersteller will nicht verstummen. Zuletzt wurden bei VW und Mercedes die Daumenschrauben angezogen. Wie können die Lieferanten diesen Druck nur aushalten, könnte man sich fragen.
Wer jedoch genau hinsieht, wird Erstaunliches feststellen: Die Zulieferer, die ihre Zahlen veröffentlichen, also vor allem die grossen und börsennotierten Konzerne, sind deutlich profitabler als die meisten ihrer Kunden. Im vergangenen Jahr haben Bosch, Continental, Leoni und Co. eine Gewinnmarge (vor Zinsen und Steuern) von durchschnittlich rund sieben Prozent erwirtschaftet. Europas Autokonzerne, also ihre Kunden, kamen nur auf knapp sechs Prozent. Und der Abstand wird derzeit eher noch grösser.