Wolfsburg/Rüsselsheim. Um dem Verkauf wichtiger Volumenmodelle an Privatkunden frische Impulse zu verschaffen, haben Volkswagen und Opel neue Absatzförderungsprogramme aufgelegt.
Wettkampf um Volumen
Unter dem internen Motto "Mit Schwung in das zweite Quartal" bietet VW seinen Handelspartnern in den Monaten April und Mai etwa bis zu 2000 Euro Prämie für den Verkauf eines aktuellen Passat (Kombi und Limousine) sowie des Vans Sharan. Ausweislich eines vertraulichen Schreibens, das Automobilwoche vorliegt, müssen die VW-Händler allerdings "eine bestimmte Anzahl an Werklagerabrufen" vornehmen, um in den Genuss der Zielerreichungsprämie zu kommen: Je nach individueller Jahresabsatzplanung sind bis zu vier Neuwagen des Typs Golf, Touran und Golf Plus abzunehmen. Mithilfe der Prämie "haben Sie vor Kunde einen grossen Verhandlungsspielraum, den es zu nutzen gilt", fordert die VW-Abteilung Marktplanung Deutschland Pkw. Für den Sharan ergebe sich gar "ein Kundenvorteil von über 10.000 Euro", sofern alle für das Auslaufmodell verfügbaren Fördermassnahmen abgerufen werden.
Unterdessen wirbt Opel wieder mit Null-Prozent-Finanzierungen für alle Pkw-Modelle (ausser Astra TwinTop), obwohl der neue Vertriebs- und Marketingchef Alain Visser derlei Incentives gegenüber dieser Zeitung noch Ende Januar als "nicht gut für die Marke" bezeichnet hatte. "Die jetzige Null-Prozent-Finanzierungsaktion ist -- in Kombination mit der ,Deutschland macht den Opel Test'-Aktion -- taktisch effizient und läuft über mehrere Monate", erklärte Visser nun auf Anfrage. Selbst Premiumhersteller agierten in Deutschland "extrem preisaggressiv".