Hannover. Wie arbeitet es sich in einem Konzern, der seit Monaten durch Skandale, Führungsquerelen und Sanierungspläne auffällt? Ein Automobilwoche-Redakteur hat es ausprobiert.
Schlimme Schlagzeilen um Lustreisen und Schmiergeldzahlungen -- im vergangenen Jahr hatte die Volkswagen AG wahrlich einen heissen Sommer. Personalvorstand Peter Hartz trat zurück, auch an der SŠkoda-Spitze und auf niederer VW-Ebene rollten Köpfe. "Am schlimmsten für uns VW-Beschäftigte aber war der Fall von Klaus Volkert", sagt ein VW-Werker, der anonym bleiben möchte. Dem langjährigen VW-Betriebsratsvorsitzenden hätten alle vertraut -- bis die peinlichen Affären den stets korrekt wirkenden Arbeitnehmervertreter mitrissen.