Köln. Obwohl Marketing-Experten bereits Zweifel am neuen Ford-Markenclaim angemeldet haben, ist Marketing- und Vertriebsdirektor Jürgen Stackmann vom Erfolg des Slogans "Feel the difference" überzeugt: "Unsere schärfsten Kritiker sind die Händler. Bei einer bisher einmaligen Veranstaltung, zu der 1200 Vertragspartner erschienen waren, sprachen sich alle Teilnehmer für den Slogan aus."
Ford-Marketingchef verteidigt neuen Claim
Ford erhofft sich durch die neue Botschaft, die Marke als einheitliches Ganzes zu positionieren und die neuen Markenwerte wie Design und Fahrvergnügen zu transportieren. Dabei auf die englische Sprache zurückzugreifen, obwohl Ford hier zu Lande durchaus als deutscher Hersteller wahrgenommen wird, ist für Stackmann kein Widerspruch: "Selbst in Frankreich, wo meist nur die eigene Sprache akzeptiert wird, haben wir Zuspruch erhalten." Ford verstehe sich eben als europäisches Unternehmen. Deshalb wurde der neue Slogan auch nahezu gleichzeitig in 21 verschiedenen Märkten eingeführt.
Für eine clevere Markenstrategie führt Stackmann gerne Audi als Beispiel an: "Als 1982 ,Vorsprung durch Technik' eingeführt wurde, gab es nur Quattro und eine Idee, wie es damit weitergehen könnte. Trotzdem funktioniert das bis heute. Wir haben dagegen jetzt schon eine konkrete Modellplanung."
Darüber hinaus sollen Ford-Autohäuser künftig eine Art Erlebniswelt "ähnlich der Apple-Computer-Stores" darstellen, in denen die Produkte den Mittelpunkt der Markenwelt bilden. Die Einrichtung wird daher vom Claim sowie der Marken-Farbe Blau dominiert, die Autos verschwinden von den Deko-Elementen. Als Komplementärfarbe fungiert Orange, das bei neuen Modellen auch das Grün der Instrumentenbeleuchtung ersetzt.