München. "Wir haben im vergangenen Jahr einen Rekordprofit erzielt, den wir in diesem Jahr toppen werden. Das freut jeden Großaktionär", erklärte Mazda-Vertriebs- und Marketingdirektor Daniel T. Morris im Gespräch mit der Automobilwoche. Der Manager bezog sich damit auf den krisengeschüttelten US-Konzern Ford, der an Mazda eine Sperrminorität von 33,4 Prozent hält und in vielen Bereichen Kooperationspartner der Japaner ist. So bekommt Mazda von Ford Vierzylinder-Dieselmotoren und Unterstützung bei der Hybrid-Technik. Die Japaner wiederum sind für die nächste Kleinwagen-Generation beider Marken verantwortlich.
Im Geschäftsjahr 2005 erwirtschaftete Mazda einen Netto-Überschuss von 447 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Da Morris für das laufende Geschäftsjahr eine erneute Steigerung des operativen Gewinns von 836 Millionen auf 990 Millionen Euro erwartet, haben die Japaner künftig mehr Geld für Investitionen in innovative Technologien und neue Fahrzeuge zur Verfügung. Bisher verdient Mazda vor allem im C- und D-Segment.
Letzteres befindet sich in Europa auf dem absteigenden Ast. Auch im C-Segment gibt es Nachholbedarf: "Wir decken nur 55 Prozent des Segments ab, da es keinen Mazda3-Kombi gibt", sagt Morris. Mit dem CX-7 hat man mittlerweile auch ein Crossover-Fahrzeug im Programm. Darüber hinaus will Mazda den Wasserstoff-betriebenen Wankelmotor bis zur Serienreife entwickeln.