Köln. Mit dem Modell GS 450h hat Toyotas Luxusmarke Lexus auch in der Oberklasse die Hybrid-Technik mit Verbrennungs- und Elektromotor eingeführt. Das dabei verwendete Benzin-Aggregat wartet mit einer technischen Besonderheit auf: Der 296 PS starke V6 mit 3,5 Liter Hubraum und einem Zylinderwinkel von 60 Grad verfügt über eine kombinierte Saugrohr- und Direkteinspritzung. Dieses System ermöglicht laut einem Lexus-Sprecher "eine höhere spezifische Leistung und geringe Rohemissionen". Bei niedriger Drehzahl entsteht im Ansaugtrakt durch die kaum geöffnete Drosselklappe ein grösserer Unterdruck, aus dem eine hohe Strömungsgeschwindigkeit resultiert.
Lexus GS 450h mit innovativer Einspritztechnik
Das wiederum bedingt hinter der Drosselklappe eine gute Verwirbelung der Ansaugluft. Wird das Benzin nun an dieser Stelle eingespritzt, kommt ein optimales Gemisch zustande. Bei hohen Drehzahlen arbeitet hingegen die Direkteinspritzung allein. In diesem Betriebszustand kann der Kraftstoff im Brennraum aufgrund der höheren Temperaturen leichter verdunsten, wodurch ein besonders zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch entsteht. Überdies sorgt die Gestaltung der Einlassventile und Kolbenböden für eine optimierte Gemischverwirbelung.
Die Saugrohreinspritzung arbeitet mit sechs Zwölfloch-Düsen, die den Kraftstoff mit einem Druck von bis zu vier Bar injizieren. Die Direkteinspritzungsdüsen bedienen sich einer gemeinsamen Druckleitung, über die das Benzin mittels einer Hochleistungspumpe mit bis zu 130 Bar durch sechs Doppelspalt-Injektoren eingespritzt wird.
Nachteil der kombinierten Einspritztechnik: Die Drehmomentkurve fällt zwischen 2600 und 3500 Umdrehungen kurzzeitig ab. "Das gleicht der Elektromotor wieder aus", erklärt der Lexus-Sprecher. Zudem lägen 90 Prozent des maximalen Drehmoments von 368 Newtonmeter zwischen 2000 und 6000 Umdrehungen an.