Frankfurt/Main. Die VW-Nobelmarke Bentley hat "aktuell keine Pläne, in absehbarer Zeit ein Hybrid-Fahrzeug anzubieten". Dies erklärte Franz-Josef Paefgen, Vorstandsvorsitzender des britischen Herstellers, auf der IAA im Gespräch mit Automobilwoche.
"Im Moment sehe ich für uns nichts anderes als reine Ottomotoren", so Paefgen. "Sollten sich die Anforderungen des Marktes oder der Gesetzgeber aber grundlegend ändern, könnten wir sofort auf entsprechende Technologien aus dem VW-Baukasten zurückgreifen." Bis zur Serienreife des ersten Hybrid-Bentley würden dann nur "etwa zwei, drei Jahre" vergehen.
Die mit der Endmontage der VW-Luxuslimousine Phaeton nicht ausgelastete "Gläserne Manufaktur" in Dresden will Paefgen "bis auf weiteres" als so genanntes Überlaufwerk für Bentley nutzen. "Wir werden in diesem Jahr rund 400 Einheiten unseres neuen Viertürers Flying Spur in Dresden fertigen lassen", schätzt der Manager. "Nur so können wir unzumutbare Lieferzeiten verlässlich umgehen."
Insgesamt rechnet er für das laufende Geschäftsjahr mit einer Produktion von rund 8.000 Bentley (2004: 6.576 Einheiten). Das "bereits 2004 leicht positive Ergebnis" werde man "gewiss übertreffen". Im kommenden Jahr will sich Bentley verstärkt auch dem deutschen Markt zuwenden: "Dort verheisst die Zahl kaufkräftiger Kunden noch erhebliches Absatzpotenzial."